Reflexions- und Dunkelnebel
Ein Reflexionsnebel ist eine interstellare Wolke aus Gas und Staub, die selbst nicht leuchtet, sondern das Licht eines nahegelegenen oder eingebetteten Sterns reflektiert (genauer gesagt streut) und dadurch sichtbar wird.
Reflexionsnebel
Reflexionsnebel sind interstellare Gas- und Staubwolken, die selbst kein Licht aussenden, sondern das Licht benachbarter Sterne reflektieren und streuen.
Die feinen Staubpartikel streuen kurzwelliges, blaues Licht deutlich effektiver als langwelliges, rotes Licht. Dieser Effekt ist derselbe, der auch auf der Erde das Himmelsblau verursacht (Rayleigh-Streuung).
Eigenschaften von Reflexionsnebeln
- Bestehen aus feinen Staubpartikeln (ähnlich Ruß oder Silikatstaub).
- Sie sind nicht heiß genug, um selbst zu leuchten.
- Sie wirken oft bläulich, da kurzwelliges Licht stärker gestreut wird.
- Sie sind sehr kalt – nur wenige Dutzend Kelvin über dem absoluten Nullpunkt.
Bekannte Beispiele
- M45 – Plejaden (Sieben Schwestern)
- NGC 1435 (Merope-Nebel)
- vdB 141 (Geisternebel)
Zusammengefasst:
Reflexionsnebel sind kosmische „Staubspiegel“, die Sternenlicht sichtbar machen.
Dunkelnebel
Dunkelnebel, auch Dunkelwolken genannt, sind zu weit von benachbarten Sternen entfernt, um deren Licht zu reflektieren oder selbst zum Leuchten angeregt zu werden. Als dunkle Wolken aus Gas und kosmischem Staub schlucken sie das Licht von hinter ihnen liegenden Sternen und anderen, leuchtenden Nebeln und werden so selbst sichtbar. Verdichtet sich die Materie in Nebeln immer weiter, so werden diese zur Geburtsstätte neuer Sterne.
Eigenschaften von Dunkelnebeln
- Bestehen hauptsächlich aus molekularem Wasserstoff (H₂) und Staub.
- Sehr kalt (ca. 10–20 Kelvin).
- Erscheinen als dunkle Silhouetten.
- Geburtsstätten neuer Sterne.
Bekannte Beispiele
- Pferdekopfnebel (Barnard 33)
- Barnard 68
Vergleich
- Reflexionsnebel → streuen Licht (bläulich)
- Emissionsnebel → leuchten selbst (rötlich)
- Dunkelnebel → blockieren Licht

















